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Einführung

Zusammenfassung für die Klassenarbeit in LF3.

OSI Modell

Learning Apps

Die sieben Schichten des OSI-Modells

Open Systems Interconnection model

OSI-SchichtOSI-Schicht Name (Englisch)OSI-Schicht Name (Deutsch)Beschreibung
7ApplicationAnwendungStellt Netzwerkdienste für Anwendungen bereit und ermöglicht Programmen (z. B. Webbrowser, Mailprogramme) den Zugriff auf Netzwerkprotokolle wie HTTP oder SMTP.
6PresentationDarstellungSorgt für eine einheitliche Darstellung der Daten, z. B. durch Formatumwandlung, Verschlüsselung/Entschlüsselung und Kompression.
5SessionSitzungSteuert Aufbau, Verwaltung und Beenden von Sitzungen (Verbindungen) zwischen zwei Kommunikationspartnern und synchronisiert den Datenaustausch.
4TransportTransportGewährleistet eine Ende-zu-Ende-Kommunikation zwischen Anwendungen, übernimmt Segmentierung der Daten, Portadressierung sowie Fehler- und Flusskontrolle (z. B. TCP/UDP).
3NetworkVermittlungSorgt für logische Adressierung und Routing, damit Datenpakete über mehrere Netzwerke hinweg zum Ziel gelangen (z. B. IP).
2Data LinkSicherungOrganisiert die Übertragung zwischen direkt verbundenen Geräten, bildet Frames, nutzt MAC-Adressen und erkennt Übertragungsfehler.
1PhysicalBitübertragungÜberträgt rohe Bits über das physische Medium und definiert elektrische, mechanische und signaltechnische Eigenschaften von Kabeln und Schnittstellen.

Die 4 Schichten des DoD-Modells

Department of Defense model

DoD-Schicht NummerDoD-Schicht Name (Englisch)DoD-Schicht Name (Deutsch)BeschreibungOSI
4ApplicationAnwendungStellt Netzwerkdienste für Anwendungen bereit und enthält Protokolle für Benutzerprogramme, z. B. HTTP, FTP, SMTP oder DNS.7-5
3TransportTransportErmöglicht die Ende-zu-Ende-Kommunikation zwischen Anwendungen, nutzt Portnummern und sorgt je nach Protokoll für zuverlässige oder schnelle Übertragung (z. B. TCP, UDP).4
2InternetInternetÜbernimmt logische Adressierung und Routing von Datenpaketen zwischen verschiedenen Netzwerken (z. B. IP, ICMP).3
1Network AccessNetzzugang / NetzwerkzugriffSteuert den Zugriff auf das physische Netzwerk und die Übertragung über das Medium, z. B. Ethernet oder WLAN, inklusive MAC-Adressierung und Frame-Übertragung.2-1

Eselsbrücken

Von 7 bis 1 (Englisch)

Alle Pfarrer saufen Tequila nach der Predigt

Von 7 bis 1 (Deutsch)

Alle deutschen Schüller trinken vormittags schon Bier

Von 1 bis 7 (Englisch)

Please Do Not Throw Salami Pizza Away

Wikipedia

OSI Layers 1, 2 & 3

⚠️ Hinweis: Diesen Part noch mal im Hedgedoc LF3 nachprüfen.


Layer 1 – Bitübertragungsschicht (Physical Layer)

Die unterste Schicht des OSI-Modells. Sie definiert, wie Bits physisch über ein Übertragungsmedium übertragen werden.

Übertragungseinheit: Bit

Aufgaben:

  • Definition von Kabeln und Steckern (z. B. RJ45)
  • Definition der Signalübertragung (elektrisch, optisch, Funk)
  • Festlegung von Übertragungsraten (z. B. 1 Gbit/s)

Übertragungsmedien: Kupferkabel (Twisted Pair), Glasfaser, Funk (WLAN)

Geräte auf Layer 1:

GerätFunktion
Kabel / Steckerpassive Signalleitung
Hubverteilt Signal an alle Ports
RepeaterSignalverstärkung über längere Strecken

Fehlersuche Layer 1

Typische Probleme: Kabel nicht eingesteckt, Stecker locker, Kabel defekt.

ip link       # Physische Verbindung unter Linux prüfen

Auf NO-CARRIER achten → keine physische Verbindung vorhanden.

Prüfungsfragen: Welche Übertragungseinheit hat Layer 1? | Nennen Sie zwei Geräte auf Layer 1. | Was bedeutet NO-CARRIER?


Organisiert die Kommunikation innerhalb eines lokalen Netzwerks (LAN). Sorgt dafür, dass Frames gezielt an das richtige Gerät im selben Netzwerk gesendet werden.

Übertragungseinheit: Frame
Adressierung: MAC-Adresse (48 Bit, hardwareseitig vergeben)

Aufgaben:

  • Aufbau und Auswertung von Ethernet-Frames
  • MAC-Adressierung innerhalb eines LANs
  • Fehlererkennung via Prüfsumme (FCS)
  • Zugriffskontrolle auf das Übertragungsmedium (CSMA/CD, CSMA/CA)

Geräte auf Layer 2:

GerätFunktion
Netzwerkkarte (NIC)besitzt MAC-Adresse, sendet/empfängt Frames
Switchleitet Frames gezielt zum Zielport, trennt Kollisionsdomänen

Hub vs. Switch

Hub (Layer 1)Switch (Layer 2)
Weiterleitungan alle Portsnur an Zielport
AdressierungkeineMAC-Adresse
Kollisionenhäufigkeine (pro Port eigene Domäne)
Effizienzgeringhoch

Fehlersuche Layer 2

ipconfig /all          # MAC-Adresse anzeigen (Windows)
ifconfig -a            # MAC-Adresse anzeigen (Linux)

Prüfungsfragen: Welche Übertragungseinheit hat Layer 2? | Welche Adressierung wird verwendet? | Unterschied Hub vs. Switch? | Was ist eine Kollisionsdomäne?


Layer 3 – Vermittlungsschicht (Network Layer)

Verantwortlich für den Zusammenschluss mehrerer Netze (LAN → MAN → WAN → GAN) und die Wegfindung von Paketen zum Zielhost.

Übertragungseinheit: Paket (Größe durch MTU begrenzt)
Adressierung: IP-Adresse (IPv4: 32 Bit, IPv6: 128 Bit)

Gerät auf Layer 3: Router (auch: Gateway) – verbindet unterschiedliche Netze und leitet Pakete anhand der IP-Adresse weiter.

Wichtige Protokolle:

ProtokollFunktion
IPAdressierung und Weiterleitung von Paketen
ICMPFehlermeldungen und Diagnose (z. B. ping)
ARPAuflösung IP ↔ MAC-Adresse
IPSecVerschlüsselung auf IP-Ebene

IPv4-Adressierung

  • IPv4-Adresse (32 Bit) wird durch die Subnetzmaske in Netz- und Hostanteil geteilt
  • Netz-ID: IP & Subnetzmaske (alle Host-Bits = 0)
  • Broadcast-ID: alle Host-Bits = 1
  • CIDR: flexible Präfix-Notation (z. B. 192.168.1.0/24) ersetzt die alten Klassen A/B/C
  • Mehr 1-Bits in der Maske → mehr Netze, weniger Hosts pro Netz (und umgekehrt)
  • Pro Subnetz sind mind. 2 Adressen reserviert (Netz-ID + Broadcast)

Adressbereiche

BereichAdressraumBemerkung
Öffentlichvon IANA vergeben, global routbar
Privat A10.0.0.0/8nicht im Internet routbar (NAT nötig)
Privat B172.16.0.0/12nicht im Internet routbar (NAT nötig)
Privat C192.168.0.0/16nicht im Internet routbar (NAT nötig)
Loopback127.0.0.1interne Kommunikation (localhost)

Diagnose-Tools & Fehlersuche

ipconfig / ifconfig    # Lokale IP-Konfiguration anzeigen
ping <IP>              # Erreichbarkeit prüfen
tracert / traceroute   # Wegverfolgung der Pakete (max. 30 Hops)
arp -a                 # ARP-Cache anzeigen (IP ↔ MAC)

Empfohlene Reihenfolge bei der Fehlersuche: IP-Konfiguration prüfen → Erreichbarkeit testen → Wegverfolgung → ARP-Einträge kontrollieren.

Ethernet & Zugriff

Recap Ethernet

Ethernet Frame

FeldZweck
7 Byte Präamble:dient zur Taktsynchronisation, Bytes haben alle den gleiche Inhalt "10101010"
SFD:Markiert Beginn des Frame Headers, enthält "10101011"
Destination Mac Address:Enthält die Mac Addresse des Empfängers (Ziel)
Source Mac AddressEnthält die Mac Addresse des sendenden Gerätes
Length / TypeGibt die Länge der Nutzdaten an oder bei moderneren Protokollen den Typ des Ethernet Frames
DataEnthält die eigentlichen Nutzdaten
CRCEnthält eine CRC-Checksum, zum überprüfen ob Bits gekippt sind (ähnlich wie die Quersumme einer Zahl)

Ausblick: Nochmal sehr gut erklärt

Power over Ethernet

Power over Ethernet (PoE) bezeichnet ein Verfahren, welches durch die IEEE-Standards definiert ist und mit dem Netzwerk- geräte über das Ethernet-Kabel des lokalen Netzwerks mit Strom versorgt werden können. Es gibt verschiedene Standards für PoE.

Typische Verbraucher für PoE sind:

  • IP-Telefonie
  • Wireless Access Points (WAP)
  • IP-Kameras
  • Zeiterfassungsterminals

Netzwerkprotokolle

Learning Apps

Was sind Protokolle?

Protokolle definieren Regeln und Standards, die die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen Geräten oder Systemen regeln.

Dynamic Host Configuration Protocol

Weist Geräten innerhalb des Netzwerks automatisch IP-Adressen zu ( die ganze IP-Konfiguration).
Ports: 67, 68, Layer: 7

Bild Quelle: geekflare.com

DHCP D-O-R-A Prinzip

Bild Quelle: networkingsignal.com

SchrittNameBeschreibung
DDiscoverClient sendet UDP-Broadcast von Port 68 an Port 67, um eine IP-Adresse anzufordern
OOfferDHCP-Server bietet eine freie IP-Adresse an
RRequestClient fordert eine der angebotenen IP-Adressen an
AAcknowledgeServer bestätigt und weist die IP-Adresse zu

Was gehört alles zu IP-Configuration dazu?

  • IP-Adresse, Subnetzmaske, DNS-Server

Was heißt es wenn du eine 169.254. ... /16 APIPA Adresse bekommen hast?

  • Der DHCP Server ist im Netzwerk nicht erreichbar. Kein Internetzugang.

APIPA (Automatic Private IP Addressing) ist ein Mechanismus in Windows-Systemen, der automatisch eine IP-Adresse aus dem Bereich 169.254.0.0 bis 169.254.255.255 vergibt, wenn kein DHCP-Server gefunden wird. APIPA führt eine ARP-Prüfung und wenn möglich eine automatische DHCP-Rückkehr aus.

Adressen

Wichtig: IPv4, IPv6 & MAC-Adressen
Befehle: ipconfig / ipconfig /all


IPv6

Eine IPv6-Adresse hat 128 Bit und besteht aus drei Teilen:

  • Routing-Präfix – identifiziert das Netzwerk/Subnetz; wird vom ISP zugewiesen
  • Subnetz-ID – segmentiert interne Netzwerkbereiche; von Netzwerkadministratoren definiert
  • Interface-ID – identifiziert ein einzelnes Gerät/Interface; automatisch generiert oder manuell zugewiesen

Pro 4er-Block: 2¹⁶ Adressen (16 Bit).

Adresskonfiguration (SLAAC)

Ein Gerät, das einem Netzwerk beitritt, konfiguriert sich in zwei Stufen:

  1. Link-local – automatisch generierte lokale Adresse (nur im selben Netzwerksegment erreichbar), Präfix: fe80::/10
  2. SLAAC (Stateless Address Autoconfiguration) – vollständige Selbstkonfiguration ohne DHCP-Server:
    • RS (Router Solicitation) – Gerät fragt den Router
    • RA (Router Advertisement) – Router antwortet mit Präfix, Gateway und DNS
Ablauf:
Gerät                          Router
  |                               |
  |----RS (Router Solicitation)-->|
  |<---RA (Router Advertisement)--|
  |    - Routing/ID-Präfix        |
  |    - Gateway                  |
  |    - DNS                      |
  |                               |
  v
Gerät baut IPv6-Adresse selbst:
Präfix (vom RA) + Interface-ID (vom Gerät)

IPv6-Kürzungsregeln

RegelOriginalGekürzt
Führende Nullen weglassen2001:0db8:0000:00012001:db8:0:1
Aufeinanderfolgende Null-Gruppen → ::2001:0000:0000:0000:0000:0000:0000:00012001::1
:: nur einmal verwenden2001:0000:0000:0001:0000:0000:0020:00012001::1:0:0:20:1
:: ersetzt die längste Null-Sequenz2001:0000:0000:0001:0000:0000:0000:00012001:0:0:1::1

Merke: :: darf nur einmal pro Adresse vorkommen, sonst ist sie nicht eindeutig parsebar.
Bei Gleichstand: links vor rechts.


IPv4

32 Bit ~ 4,2 Mrd. Adressen

Private Adressbereiche

IP-AdresseBereichSubnetzmaskeKlasseVerwendung
10.0.0.010.0.0.0 – 10.255.255.255255.0.0.0Asehr große Netzwerke
172.16.0.0172.16.0.0 – 172.31.255.255255.240.0.0Bmittlere bis große Netzwerke
192.168.0.0192.168.0.0 – 192.168.255.255255.255.255.0Ckleine bis mittlere Netzwerke
  • Loopback-Adresse: 127.0.0.1 (von IANA festgelegt)
    • Testen der eigenen Netzwerkfähigkeit
    • Keine physischen Pakete beim PING

Adressarten nach Empfänger

TypBeschreibung
BroadcastAlle Teilnehmer eines Netzwerks
UnicastEinzelnes Ziel
MulticastGruppe von Empfängern
AnycastEin beliebiger Empfänger innerhalb einer Gruppe

Nützliche Befehle

Erreichbarkeit eines Servers prüfen (→ TTL: Time To Live):

ping beispiel.de

Route/Hops zu einem Server prüfen (→ max. 30 Hops):

tracert beispiel.de # traceroute auf linux

MAC-Adresse anzeigen (Layer 2):

ipconfig /all

Hub, Switch und Router

Hub

Ein Hub (Englisch für „Nabe“ oder „Knotenpunkt“) ist ein Netzwerkgerät, das mehrere Hosts innerhalb eines Ethernets miteinander verbindet. In der Netzwerktechnik dient er als Verteiler für die Datenpakete. Hubs arbeiten auf Schicht 1 (Bitübertragungsschicht) des OSI-Modells. Ihre Funktion ist rein auf das Verteilen beschränkt. Sie sind somit nichts anderes als eine einfache Form von Switches oder Routern.

Switch

Ein Netzwerk-Switch ist ein Gerät, das mehrere Computer, Drucker oder andere Netzwerkgeräte miteinander verbindet. Man könnte ihn sich wie eine Art Verteiler vorstellen, der aber nicht einfach nur alle Signale gleichzeitig weiterleitet, sondern ganz gezielt entscheidet, wohin die Datenpakete geschickt werden.

Während ein Hub noch stumpf alles an jedes angeschlossene Gerät schickt, ist ein Switch viel intelligenter. Er „merkt sich“, welches Gerät an welchem Anschluss steckt, und kann dadurch Datenpakete direkt zustellen. So landen die Informationen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass die anderen Geräte gestört werden.

Layer 2 vs Layer 3 Switch

Ein Layer-2-Switch leitet die Datenpakete auf Basis der MAC-Adressen (OSI-Layer-2) weiter. Ein Layer-3-Switch hingegen liest die Ziel-IP-Adresse aus dem Header des IP-Pakets und leitet es zum richtigen Port, er routet also auf OSI-Layer-3.
(Ein Layer-4-Switch kann auch andere Informationen aus dem Header verwenden.)

Mehr dazu: Layer 2 Switch erklärt

Router

Der Router verbindet mindestens zwei Netzwerke (z. B. lokales LAN mit dem Internet/WAN) und entscheidet basierend auf IP-Adressen, wohin Datenpakete gesendet werden. Er arbeitet damit auf der Vermittlungsschicht (Schicht 3) des OSI-Modells.

Aktive vs Passive Netzwerkkomponenten

  • aktive Netzwerkkomponenten benötigen eine Stromversorgung
  • passive Netzwerkkomponenten benötigen keine Stromversorgung

Videos

Deutsche Erklärung:

Englische Erklärung

Datenmengen berechnen

Dezimal, Hexadezimal und Binär Umrechnungen

Ummrechnung sollte man können. Hoffentlich würd davon ausgegangen das wir dass das zu einfach für uns ist ;)

Datenübertragung

Datengrößen

Dezimal (SI)Abk.UmrechnungBinär (IEC)Abk.Umrechnung
BitbBitb
ByteB8 bitByteB8 bit
KilobyteKB1.000 B (10³ B)KibibyteKiB1.024 B (2¹⁰ B)
MegabyteMB1.000 KB (10⁶ B)MebibyteMiB1.024 KiB (2²⁰ B)
GigabyteGB1.000 MB (10⁹ B)GibibyteGiB1.024 MiB (2³⁰ B)
TerabyteTB1.000 GB (10¹² B)TebibyteTiB1.024 GiB (2⁴⁰ B)

Rolle von Hertz (Hz) in Aufgaben

Hertz = 1s
→ 44.100 Hz bedeutet:
44.100 Abtastungen pro Sekunde pro Kanal

Übertragungsmedien & Verkabelung


Netzwerkmedien

Leitungsgebunden

  • Elektrische Signale (Kupfer)
    • Twisted-Pair-Leitung
    • Koaxial-Leitung
  • Optische Signale (Lichtwellenleiter)
    • Multimode-Faser
    • Singlemode-Faser

Nicht leitungsgebunden

  • Funk
    • WLAN / WiFi
    • Richtfunk
  • Optisch
    • Laserlink

Kollisionserkennung (CSMA)

Entweder:
CSMA/CD (Collision Detection) – Erkennung von Bit-Kollisionen → für Kabel
Oder:
CSMA/CA (Collision Avoidance) – Verhindern von Kollisionen durch Protokoll → für Kabel und Funk

KürzelBedeutung
CSCarrier Sense (Träger-Zustandserkennung)
MAMultiple Access (Mehrfachzugriff)
CDCollision Detection (Kollisions-Erkennung)
CACollision Avoidance (Kollisions-Verhinderung)

Ablauf CSMA/CD: Leitung abhören → wenn frei: senden → bei Kollision: JAM-Signal senden → Übertragung abbrechen → erneut versuchen (zufällige Wartezeit, festgelegte Anzahl).

Kollisionsdomäne: Bereich eines Netzwerks, in dem Datenkollisionen auftreten können, wenn mehrere Geräte gleichzeitig dasselbe Medium nutzen.


Glasfaser: Multimode vs. Singlemode

MultimodeSinglemode
Kerndurchmessergrößerkleiner
Lichtstrahlenmehrere gleichzeitignur einer
Reichweitebis 2.000 mbis 10.000 m
Bandbreitegeringerhöher
Dämpfunggrößergeringer
Kostengünstigerteurer
  • Vorteile Multimode: Einfachere Verbindungstechnik, günstigere Herstellung, Stufen- und Gradientenindexprofil verfügbar.

  • Nachteile Multimode: Größere Signaldämpfung, Laufzeitverschiebung, nur kürzere Distanzen.

  • Vorteile Singlemode: Geringe Dämpfung, kaum Laufzeitverschiebungen, hohe Bandbreiten, große Distanzen.

  • Nachteile Singlemode: Teurere Laser, aufwändigere Herstellung, hohe Präzision beim Verbinden nötig.

Allgemeine Vor- und Nachteile von Lichtwellenleitern

  • Vorteile: hohe Übertragungsraten, sehr hohe Reichweite, keine elektromagnetischen Störeinflüsse, höhere Abhörsicherheit.
  • Nachteile: hohe mechanische Empfindlichkeit, teurer als Kupfer, kein Power over Ethernet möglich.

CAT-Kabel (Twisted-Pair)

Ein CAT-Kabel ist ein Twisted-Pair-Netzwerkkabel – die Adern sind paarweise verdrillt, um elektromagnetische Störungen zu reduzieren.

KabelFrequenzDatenrate
CAT 5100 MHz100 Mbit/s
CAT 5e100 MHz1 Gbit/s
CAT 6250 MHz1 Gbit/s (10G bis 55 m)
CAT 6a500 MHz10 Gbit/s
CAT 7600 MHz10 Gbit/s
CAT 82.000 MHz25–40 Gbit/s

Merke: Ab CAT 6a für Neuinstallationen empfohlen.


Schirmungsarten (Twisted-Pair)

KürzelAusgeschriebenBeschreibung
U/UTPUnshielded Twisted PairKeine Abschirmung
F/UTPFoiled Unshielded Twisted PairGemeinsame Metallfolie um alle Paare
U/FTPUnshielded Foiled Twisted PairJedes Paar einzeln mit Folie, keine Gesamtabschirmung
S/FTPScreened Foiled Twisted PairJedes Paar mit Folie + Geflechtschirm gesamt
SF/UTPScreened Foiled Unshielded Twisted PairGeflechtschirm + Metallfolie gesamt, keine Paarabschirmung

UTP und U/UTP werden in der Praxis oft gleich verwendet – U/UTP ist die präzisere ISO/IEC-Normbezeichnung.

Bilder:

SF/UTP:
F/UTP:


Strukturierte Verkabelung

BereichAuch genanntVerbindetMax. Kabellänge
PrimärStandortverkabelungGebäude untereinanderGF: 2.000 m / TP+VDSL: 900 m
SekundärGebäudeverkabelungGebäudeverteiler → EtagenverteilerGF: 2.000 m / TP: 100 m
TertiärEtagenverkabelungEtagenverteiler → AnschlussdoseGF: 2.000 m / TP: 100 m (90 m fest + 10 m Patch)

GF = Glasfaser, TP = Twisted-Pair

Faustregel Primär: 50 % Reserve zum aktuellen Bedarf einplanen.

Ziele der strukturierten Verkabelung:

  • Zuverlässige Grundlage für zukünftige Netzwerke
  • Einfache Installation von Netzwerkkomponenten
  • Flexible Erweiterbarkeit
  • Einheitliche, allgemeingültige Verkabelungsstruktur